Florida Aviation Career Training

German Office - Dr.-Ing. Klaus-J. Schwahn (ATPL/ CFI)

Flugschule: 

zugelassen nach FAR Part 141
Zulassung der TSA und Immigration zur Ausbildung ausländischer Flugchüler 
Flugtickets/ Mietwagen: Agentur der FTI

 

 

US-Senat beschließt Anhebung der Mindestflugerfahrung von 250 auf 800 Stunden für Co-Piloten im kommerziellen Multi Crew Einsatz

Der durchschnittliche, künftige amerikanische Verkehrspilot erwirbt seinen  CPL nebst Instrument und Multiengine sowie den entsprechenden Lehrberechtigungen und arbeitet dann als Fluglehrer bis er ca. 1500 bis 2000 Stunden beisammen hat. Dann hat er im Allgemeinen seinen ATP und bewirbt sich bei einer Airline. In Europa ist es eher üblich mit rund 250 Stunden und einem frozen ATPL auf dem Copilotensitz eines Airbus oder einer Boeing Platz zu nehmen, eine Praxis, die die Amerikaner lange Zeit hochmütig belächelt hatten. Der Pilotenmangel vor einigen Jahren hatte allerdings auch amerikanische Airlines dazu gezwungen, verstärkt Programme zu starten, um 250-Stunden Piloten mit CPL in das Cockpit eines Airliners zu hieven.

Dem hat der amerikanische Senat am 22.3.2010 einen Riegel vorgeschoben.

Anlass war der Absturz eines Commuter Flugzeuges im Februar 2009, bei dem mangelnde Erfahrung der Besatzung eine Rolle gespielt hatte. Der Senat fordert nun ein Minimum von 800 Flugstunden für Copiloten. Die FAA ist aufgefordert bis Ende 2011 eine entsprechende Richtlinie zu entwerfen, in der u.a. definiert wird, unter welchen Bedingungen diese 800 Stunden erworben werden müssen.  Sollte die FAA die neue Richtlinie bis zum 31.12.2011 nicht in Kraft setzen, erhöht sich die für Copiloten geforderte Flugerfahrung automatisch von derzeit 250 auf 1500 Stunden.

Während europäische Airlines die Verweilzeit künftiger Airlinepiloten in der General Aviation auf ein absolutes Minimum verkürzt haben und den, primär im Simulator geschulten Systemingenieur bevorzugen, gehen die Amerikaner nun einen Schritt zurück und bekennen sich zu einer soliden handwerklichen Grundausbildung. 

Der positive Nebeneffekt:

Während die General Aviation hierzulande immer mehr zum lästigen Anhängsel  wird, ist die 800 Stunden-Regel ein wirtschaftlicher Schub und eine Aufwertung für die amerikanische General Aviation als unverzichtbarer Bestandteil der Luftverkehrswirtschaft.