Künftig müssen sich alle USA-Reisenden aus Ländern, die am
sogenannten
Visa Waiver Program teilnehmen, bereits vor
Reiseantritt elektronisch darüber informieren, ob sie in den
Vereinigten Staaten willkommen sind oder nicht. Ab dem 12.
Januar soll das bisherige, in den Flugzeugen verteilte
Einreise-Formular durch eine elektronische Anmeldung, das
sogenannte "ESTA"–Verfahren (
Electronic System For Travel
Authorization) abgelöst werden. Bei diesem System, das unter
der Ägide des US-Heimatschutzministeriums betrieben wird, werden
dieselben Informationen über die Reisenden abgefragt wie bisher
mit den Fragebögen.
Fluggesellschaften sind verpflichtet, nur
Passagiere mitzunehmen, die sich bereits angemeldet haben. "Die
ESTA-Reisengenehmigung sollte spätestens 72 Stunden vor Antritt
einer USA-Reise beantragt werden, da in dem System neben der
sofortigen Genehmigung auch eine Genehmigung innerhalb dieses
Zeitraums hinterlegt ist", unterstrich Stewart. Nach dem
Absenden des Antrags werde nach seinen Angaben in weniger als
0,5 Prozent der Fälle die Genehmigung nicht automatisch erteilt.
Wenn eine Ablehnung des Antrags durch das System erfolgt,
muss bei einem der Konsulate der USA in Düsseldorf, Leipzig,
München, Hamburg oder Frankfurt am Main ein Visum beantragt
werden. Falls das System mit "Genehmigung wird bearbeitet"
antwortet, dann muss der Reisende sich innerhalb der nächsten 72
Stunden darüber informieren, ob im System eine endgültige
Antwort hinterlegt wurde. Das macht das neue Verfahren auch zu
einem Roulettespiel, falls erst beim Einchecken am Flughafen die
Genehmigung abgefragt wird. Denn bei einer längeren
"Bearbeitung" der Anfrage, kann das Flugzeug bereits abgehoben
haben. Die USA erwarten für dieses Jahr 1,8 Millionen Besucher
aus der Bundesrepublik Deutschland, was eine Steigerung
gegenüber 2007 um 20 Prozent bedeute.
Von dem elektronischen Verfahren erhoffen sich die
US-Behörden eine geringere Fehlerquote beim Ausfüllen der
Anträge und damit auch eine problemlosere Einreise – zumindest
theoretisch. Zwar gilt die nach dem neuen ESTA-Verfahren
erteilte Einreisegenehmigung für zwei Jahre und für beliebig
viele Flüge, doch werden die Zoll- und Grenzschutzbeamten nach
wie vor die letzte Entscheidung über die tatsächliche Einreise
am Flughafen treffen.
Zum deutschsprachigen ESTA- Verfahren kommen Sie
hier.