Es
war immer unser Ziel Ausbildungspakete nicht um jeden Preis zu verkaufen sondern unsere
Schüler im Vorfeld offen und fair zu beraten.
Gerade in jüngster Zeit überschlagen sich die Medien mit Berichten über
einen angeblichen Pilotenmangel. Daher an dieser Stelle auch mal einige
Worte "gegen unsere Interessen als Flugschule."
Traumberuf
Pilot
.......Der
Traum vom Fliegen – wir machen ihn wahr. ... Eine faszinierende Arbeit
in einem internationalen Umfeld erwartet Sie.......
so,
z.B. die Werbung der Verkehrsfliegerschule der Deutschen Lufthansa.
.....
Flugzeuge bleiben wegen Pilotenmangel stehen....,
so der
Tenor aktueller Medienberichte.
Doch
was ist wirklich dran am Pilotenmangel?
Seit
der europäische Luftverkehr 1997 dereguliert wurde, hat sich die
Luftverkehrsbranche radikal verändert. Berufspiloten stehen heute vor
einem Arbeitsmarkt, der sich gegenüber früheren Zeiten vervielfacht hat.
Neue europäische Lizenzen, die demnächst in 27 Ländern gültig sein
werden, befreien den Piloten vom Joch des engen, nationalen
Arbeitsmarktes. Dennoch haben sich Arbeitsbedingungen und finanzielle Risiken
immer weiter verschlechtert.
Tatsache
ist, dass z.B. 1999 in Deutschland 2500 ATPL ausgestellöt wurden.
Demgegenüber steht ein von der Vereinigung Cockpit errechneter Bedarf von
700-800 Piloten jährlich.
Die
Meldungen über Pilotenmangel erwecken hier einen falschen Eindruck. Denn letztlich
beklagen die Fluggesellschaften nicht zu wenig ausgebildete Piloten.
Die Fluggesellschaften
beklagen vielmehr - und dies wird in den Medienberichten verschwiegen - dass sie in dem jährlich größer werdendem Topf immer
weniger Piloten finden, die ihren hohen Standards genügen. Denn das
Bestehen diverser Prüfungen bis hin zur Verkehrspilotenlizenz ist noch
lange kein ausreichender Nachweis, dass jemand für den Job in einer
Boeing oder einem Airbus geeignet ist.
D.h.,
ein Jahr für Jahr größer werdender Überhang fertig ausgebildeter Piloten
wird bewußt in Kauf genommen.
Woran
liegt dies?
Früher
gab es in Deutschland nur begrenzte Möglichkeiten, Verkehrspilot zu
werden. Die Ausbildung erfolgte meist nach dem Bestehen schwieriger
Eignungstests bei der Lufthansa.
Heute
kann jeder eine Verkehrspilotenausbildung beginnen, der sie bezahlen
kann, und der wird in der Regel auch durh die Prüfungen gebracht.
Die
Selektion erfolgt erst nach der Ausbildung durch die Airlines. Dabei
taucht ein weiteres Problem auf. Früher hat eine Ausbildung bei der
Lufthansa 250.000 DM gekostet. Heute bekommt man die Verkehrspilotenlizenz
für rund 120.000 DM. Manche
Discountangebote sind sogar noch billiger. D.h. junge Piloten müssen sich
heute mit einem deutlich schlechteren Ausbildungsniveau durch
Einstellungstest, Type Rating und Supervisionzeit quälen, was dazu führt
das der eine oder andere noch nach erfolgter Einstellung auf der Strecke
bleibt.
Fazit
Sichern
Sie Ihre Investition ab, bevor Sie sich zu einer teuren Ausbildung
entscheiden. D.h.,
-
prüfen Sie, ob Ihr Bild des Traumberufes Pilot tatsächlich mit dem
realen Berufsbild übereinstimmt.
-
gehen Sie keine unsicheren Finanzierungsabenteuer ein.
-
seinen Sie ehrlich zu sich selbst in Bezug auf Ihre Qualifikation.
Seit
Jahren beobachten wir, dass viele Nachwuchspiloten falsche
Vorstellungen von Berufsbild, Ausbildung und Berufsaussichten haben.
Wenn
Sie nach einer hilfreiche Aufklärung
abseits der Hochglanzprospekte suchen, sollten Sie folgenden Buchtitel
vormerken:
Beruf Pilot - zwischen Traum und Alptraum
Das
Buch wurde von unserem Klaus-Jürgen Schwahn gemeinsam mit Motorbuchverlag
erstellt und wird ab Januar 2001 über den Buchhandel erhältlich sein.
Aufgrund
seiner langjährigen Erfahrungen in Bedarfs- und Verkehrsluftfahrt
zeichnet Klaus-J. Schwahn ein realistisches, zeitgemäßes Bild vom Arbeitsalltag des
Berufspiloten in allen fliegerischen Bereichen , vom Fluglehrer bis zum
Jumbokapitän. Dabei wird auf die üblichen Klischees verzichtet. Es zeigt, welche Voraussetzungen ein Berufspilot
erfüllen muß, welche Lizenzen es gibt und wie man diese am besten
bekommt. Von der Ausbildung im Verein, über Verkehrsfliegerschulen bis
zum neuen Studiengang Verkehrspilot werden alle Ausbildungswege
vorgestellt, einschließlich einer Ausbildung im Ausland.
Detailliert wird
auch die finanzielle Seite behandelt, von den Ausbildungskosten, über Förder-
und Finanzierungsmöglichkeiten bis zu den Verdienstaussichten. Dabei
werden verschiedene Betrachtungen angestellt für wen die
Ausbildung lohnt und es werden Hinweise zum Umgang mit den finanziellen
Risiken gegeben.
Der Leser wird erfahren, wo man als Pilot arbeiten kann,
wie man an die entsprechenden Jobs kommt und welche Karrierewege ein Pilot
verfolgen kann. Dazu gehört natürlich auch ein umfangreiches Kapitel,
das zeigt wie man die gefürchteten Einstellungstests meistert. Weitere
Themen sind Beruf und Risiko – auch in Verbindung mit verschiedenen Tätigkeitsbereichen,
Fliegen bei der Bundeswehr, Auslandsjobs und die voraussichtliche
Entwicklung des Pilotenberufes in den nächsten Jahrzehnten.
Ein
umfangreicher Anhang geht detailliert auf alle Voraussetzungen für die
neuen europäischen Lizenzen ein.
Der
Arbeitskreis "Qualification and Training" der
Vereinigung Cockpit gibt in einem Vorwort ergänzende Hinweise aus der Sicht des
engagierten Berufsverbandes.