Florida Aviation Career Training

German Office - Dr.-Ing. Klaus-J. Schwahn (ATPL/ CFI)

Flugschule: 

zugelassen nach FAR Part 141+ 135
Zulassung der TSA und Immigration zur Ausbildung ausländischer Flugchüler 
Lehrmaterial: autorisierter Jeppesen Dealer
Flugtickets/ Mietwagen: Agentur der FTI

 

 

Jetzt auch JAR- PPL in St. Augustine

Einführung

Grundsätzlich hat man mit jeder Lizenz, die in einem Mitgliedsstaat der ICAO erworben wurde, eine Berechtigung erhalten, mit der man zwar beinahe weltweit ein Flugzeug steuern darf. Voraussetzung ist jedoch, dass das Flugzeug in dem Land registriert wurde, aus dem die Lizenz stammt.

Von wenigen Ausnahmen abgesehen, basieren alle weltweit ausgestellten Pilotenlizenzen auf den Basisanforderungen der ICAO (International Civial Aviation Organisation). Auf dieser Grundlage hat jedoch jeder Staat seine eigenen Richtlinien zur Ausbildung und Lizenzerteilung. Die weltweit meisten Lizenzen werden nach den US-amerikanischen FAR Part 61 und 141 ausgestellt. Durch den Zusammenschluß der europäischen Staaten wurden die verschiedenen nationalen europäischen Ausbildungsrichtlinien durch die europäische JAR- FCL ersetzt. Die mit grossem Abstand meisten Pilotenlizenz werden zwar weltweit immer noch nach FAR ausgestellt, aber die europäische JAR-FCL folgt inzwischen auf dem zweiten Platz. Die in den europäischen Staaten ausgestellten Pilotenlizenzen sind zwar nach wie vor nationale Lizenzen, sie werden aber nach einer einheitliche Richtlinie erteilt und in allen europäischen Mitgliedsstaaten sowie einigen Anrainerstaaten (z.B. Schweiz, Türkei) gegenseitig anerkannt.  D.h. mit einer deutschen JAR- Lizenz kann man neben dem deutschen auch z.B. ein französisches, britisches usw. Flugzeug fliegen.

Man kann mit dieser Lizenz kein amerikanisches Flugzeug fliegen und man kann umgekehrt mit einer FAR Lizenz kein europäisches Flugzeug fliegen  (Ausnahme nach FAR Part 61.3).

Unterschiede in der Ausbildung

Während sich die alte deutsche Ausbildung noch recht stark von der amerikanischen unterschied, hat sich die JAR- FCL stärker dem FAR 61 angenähert. Dennoch gibt es Unterschiede. Die amerikanische Ausbildung ist in der Praxis umfangreicher, während die europäische Ausbildung theorielastiger ist. US- Schüler sind selten unter 50 Stunden mit dem PPL fertig. Der US- Durchschnitt liegt sogar laut FAA bei rund 70 Stunden. Der europäische Schüler hat seine Ausbildung mit 45 Stunden beendet.  Wesentliche Unterschiede liegen aber auch in den verschiedenen Gepflogenheiten, Lufträumen, Sprechfunkverfahren usw.

Gleich ob ein europäischer Pilot in die USA kommt oder ein amerikanischer Pilot nach Europa, muss er im Allgemeinen mit ca. fünf Flugstunden Einweisung rechnen, bevor er sich halbwegs sicher im jeweils anderen Luftraum bewegen kann.  D.h., auch wer eine JAR- Lizenz in den USA erworben hat, sollte sich eine gründliche Einweisung gönnen, bevor er in den europäischen Himmel steigt.

Dies vorangestellt haben Sie drei Möglichkeiten:

1) Sie erwerben einen  JAR- PPL in den USA und lassen sich für diesen eine Anerkennung nach US- Recht ausstellen, um sowohl amerikanische als auch europäische Flugzeuge fliegen zu dürfen.

Ausbildung: ca. 45 Flugstunden, 1 Theorie und 1 Praxisprüfung nach JAR- FCL

nach der Rückkehr (im eigenen Interesse dringend anzuraten): ca. 5 Stunden praktische und theoretische Einweisung bei einer deutschen Flugschule, 

beim nächsten US- Aufenthalt: Ausstellen der Anerkennung ohne Prüfung (Dies kann nicht beim 1. Aufenthalt gemacht werden, da zuvor für den frischen JAR- PPL
ein L of A ausgestellt werden muss.
 

2)  Sie erwerben gleichzeitig den vollwertigen US- PPL und den JAR- PPL

Ausbildung: ca. 50 Flugstunden, 1 Theorie und 1 Praxisprüfung nach JAR- FCL plus 1 Theorie- und 1 Praxisprüfung nach FAR

nach der Rückkehr (im eigenen Interesse dringend anzuraten): ca. 5 Stunden praktische und theoretische Einweisung bei einer deutschen Flugschule, 

3) Sie erwerben den vollwertigen US- PPL und lassen diesen später in Europa anerkennen.

Ausbildung: ca. 50 Flugstunden, 1 Theorie und 1 Praxisprüfung nach FAR

nach der Rückkehr: ca. 5 Stunden praktische Einweisung bei einer deutschen Flugschule,  Checkflug mit deutschem Prüfer und Theorieprüfung in zwei Fächern

Weg 3) wird am häufigsten gewählt, da man die Einweisung in Europa gleich mit der Anerkennung verbindet und die Theorieprüfung weniger umfangreich als in Weg 2) ist.  Bei Weg 1) muss man beachten, dass man statt der vollwertigen US- Lizenz nur eine US- Anerkennung bekommt.  In den letzten Jahren wurden Anerkennungen mehrfach durch verschiedene Änderungen ungültig und mussten dann jedesmal in den USA persönlich neu beantragt werden. Wer dagegen eine vollwertige US- Lizenz nach 2) oder 3) hatte, konnte sich die neue Lizenz per Mausklick über das Internet besorgen. Daher würde ich persönlich die Priorität auf 3), dicht gefolgt von 2) legen, je nachdem welche Interessen der einzelne hat.

Lizenzausstellung durch britische CAA

JAR- Lizenzen, die Sie bei uns erwerben, werden (wie bei fast allen Flugschulen, die JAR- Lizenzen anbieten) von der britischen Luftfahrtbehörde ausgestellt. Die Ausbildung erfolgt durch unsere amerikanisch zugelassenen Fluglehrer, wird aber von einem britisch zugelassenen Ausbildungsleiter überwacht.

Das Ausstellen von JAR- Lizenzen durch die deutschen Luftfahrtbehörden wäre leider mit einem wesentlich höheren Aufwand verbunden, so dass sich diese Variante wirtschaftlich nicht rechnen würde.