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| Ausbildungskosten und Pauschalangebote |
In den USA gelten andere
Wettbewerbsregeln als in Deutschland und für den Fluganfänger ist kaum etwas so schwer
zu durchschauen, wie die Angebote der Flugschulen.
Als etablierte Flugschule leben wir von einer wachsenden Zahl
zufriedener Stammkunden, die wir möglichst umfassend und auf einer freundschaftlichen
Basis betreuen möchten. Wir freuen uns über jeden Schüler, der später einmal
wiederkommt, um ein Flugzeug zu chartern oder eine weitergehende Ausbildung zu machen.
Dies können wir nicht, indem wir Sie z.B. mit einem "PPL
für 2.500 USD in drei Wochen" in die USA locken, wie es manche Anzeigen
versprechen. Denn Sie würden schnell feststellen, daß eine fundierte Ausbildung länger
dauert und dieser traumhafte Preis tatsächlich nur ein Traum ist.
Wir haben uns daher bereits vor vielen Jahren dazu entschieden, keine Pauschalpreise
für Ausbildungspakete anzubieten. Da wir immer wieder danach gefragt werden, möchten wir
dies auch begründen:
Bei einem Flugzeug entstehen für jede Flugstunde genau definierte Kosten, u.a. z.B.
für Treibstoff, Wartung und Rücklagen für laufzeitbegrenzte Bauteile. Man kann also
nicht einem Schüler, der etwas länger braucht sagen, er solle einfach kostenlos ein
weniger länger üben, wie man es vielleicht auf dem Sportplatz könnte.
Um als Flugschule mit Pauschalangeboten wirtschaftlich arbeiten zu können, hat man nur
zwei Möglichkeiten:
 | Man kalkuliert Kostenreserven ein. Dann müssen diejenigen,
die schnell lernen für alle mitbezahlen, die länger brauchen. |
oder
 | Man kürzt bei Schülern, die länger brauchen, Ausbildungsabschnitte, die weniger
prüfungsrelevant sind. |
Nehmen wir ein
Beispiel, das in der Praxis häufiger vorkommt:
Ein
Flugschüler hat anfangs Probleme mit den Landungen und braucht 5 Stunden mehr als der
Durchschnitt bis zu seinem ersten solo. Nun könnte man sagen, 30 % der Schüler haben
dieses Problem, verteilt die Kosten und schlägt bei jedem 1,5 Stunden drauf. Dies wäre
noch die beste Lösung, wird aber selten gemacht, da der Preis dann
"wettbewerbsungünstig" teurer wird.
Die
andere Variante ist dann die 5 Stunden bei anderen Ausbildungsteilen, die weniger
prüfungsrelevant sind, wieder einzusparen. U.a. z.B. bei den zeitintensiven
Überlandflügen.
 | Der
Prüfer wird es nicht merken, da der Checkflug über vertrautem Terrain stattfindet.
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 | Der
Schüler wird es nicht merken, da er spätere Schwächen auf die eigene mangelhafte
Erfahrung zurückführen wird.
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Diese
Vorgehensweise geht jedoch eindeutig auf Kosten der Sicherheit. Denn merken wird man es in
der Unfallstatistik, denn diese wird durch wetterbedingte Zwischenfälle bei
Überlandflügen angeführt, z.B. auch weil der Umgang mit diesen Situationen nicht
ausreichend geübt wurde.
Es gibt nun einmal Überflieger, die einen PPL in 3 Wochen mit 35
Stunden beenden und es gibt Schüler, die brauchen 6 Wochen und 60 Stunden. Es gibt
Schüler, die verkraften 3 Trainingsflüge pro Tag und es gibt Schüler, die kommen
schneller voran, wenn Sie nur einen Flug machen und sich den Rest des Tages theoretisch
mit den erlernten Zusammenhängen beschäftigen.
Die Mehrzahl liegt irgendwo dazwischen, und dabei wollen wir es auch
belassen.
Wer fliegen lernen möchte, muß wissen, daß Fliegen seinen Preis hat,
auch wenn dieser in den USA bei ca. 40 % der deutschen Kosten liegt. Die niedrigeren
Kosten hängen damit zusammen, daß die Preise für gute Gebrauchtflugzeuge und
Ersatzteile wegen des größeren Marktes erheblich niedriger sind und die Treibstoffpreise
bei einem Viertel der Deutschen liegen. Ein weiterer Faktor sind die Lohnkosten, die sich
in der amerikanischen General Aviation auf einem sehr niedrigen Niveau befinden. Dennoch
sind auch in den USA die Betriebskosten eines Flugzeuges recht klar
nachvollziehbar und gleiche Leistung hat auch dort überall in etwa den gleichen Preis.
Neben den Ausbildungskosten sind auch Folgekosten für den Lizenzerhalt
zu berücksichtigen. Der US-PPL ist zwar lebenslang gültig und man kann ihn auch mal
zwischendurch einige Jahre ruhen lassen. Wer jedoch sein Ausbildungsniveau erhalten oder
verbessern will, sollte sich schon 40 bis 50 Flugstunden im Jahr gönnen.
Unten können Sie die einzelnen Ausbildungen anklicken, um mehr über
die Kosten zu erfahren. Diese wurden auf der Basis gesetzlicher Anforderungen
zusammengestellt. In Abhängigkeit von Lebensalter und individueller Erfahrung und
Begabung sollten Sie eine Reserve zwischen 10 und 20 % einplanen. Wenn es dann doch
billiger wird - umso besser.
Wenn Sie weitere Fragen zu den Kosten haben, beraten wir Sie gerne. |
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